{"id":383,"date":"2015-08-24T21:01:25","date_gmt":"2015-08-24T19:01:25","guid":{"rendered":"http:\/\/andibart.de\/?p=383"},"modified":"2015-09-02T09:50:25","modified_gmt":"2015-09-02T07:50:25","slug":"standentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/waldstattwlan.de\/?p=383","title":{"rendered":"Standentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Kumpel <a href=\"http:\/\/oliver-scheuch.de\" target=\"_blank\">Oli<\/a> nutzt sie ja regelm\u00e4\u00dfig, ich war immer skeptisch: Die Standentwicklung. Man nehme einen Film, packe ihn (&#8220;packen&#8221; ist nicht wirklich w\u00f6rtlich zu verstehen) in die Entwicklungsdose und nehme sehr stark verd\u00fcnnten Entwickler und lasse das ganze einfach eine Stunde in der Ecke stehen. Naja, so \u00e4hnlich halt. Wie gesagt, dauert mir eigentlich zu lange und erschien mir irgendwie auch zu &#8220;ungesteuert&#8221;. Insbesondere wenn ich mehrere Filme auf einmal entwickle, dauert das mit meinen zwei Dosen (also max. vier Kleinbild- oder zwei Mittelformatfilme) arg lange, bis ich wieder eine Dose frei habe.<\/p>\n<p>Andererseits: Seit ich meine Pinhole- und dazu dann noch die Graflex-Kamera habe, ist mein Entwickler-Verbrauch dramatisch nach oben gegangen: In die kleinen Jobo-Dosen f\u00fcr Kleinbild und Mittelformat mit 500ml Fassungsverm\u00f6gen verwende ich Amaloco AM74 im Verh\u00e4ltnis 1:19 (das ist schon sparsam), d.h. ich brauche 25ml Entwickler pro Entwicklungsvorgang. Die gro\u00dfe Dose f\u00fcr die 4&#215;5 Zoll Planfilmnegative fasst aber 1,3 Liter und das bedeutet eben auch, dass ich 65ml Entwickler ben\u00f6tige, also mehr als die 2,5 fache Menge.<\/p>\n<p>Olis Tip war <a href=\"http:\/\/www.phototec.de\/Analoge-Fotografie\/Verbrauchsmaterial\/Fotochemikalien\/SW-Film-Entwickler\/COMPARD-R-09-one-shot-aehnlich-Rodinal-500-ml::591.html\" target=\"_blank\">Rodinal<\/a> (bzw. ein Derivat davon) im Verh\u00e4ltnis 1:200 zu nutzen und dann eben Standentwicklung zu betreiben. Oli macht das aber mit <a href=\"http:\/\/www.fotoimpex.de\/FILME\/FOMA_FILME\/FOMA\/FOMAPAN100.html\" target=\"_blank\">Fomapan<\/a>, ich habe aber den <a href=\"http:\/\/www.phototec.de\/Analoge-Fotografie\/Verbrauchsmaterial\/Filme\/Schwarzweissfilme\/ILFORD-FP-4-Plus-125-4x5inch-10-2x12-7cm-25-Blatt::73.html\" target=\"_blank\">FP4 von Ilford<\/a> als Planfilm. Echte Angaben, welche Mischungsverh\u00e4tlnisse mit welchem Film funktionieren, finden sich im Internet eher wenig. Seiner Aussage nach funktioniert Fomapan gut im Verh\u00e4ltnis 1:200, f\u00fcr den Ilford FP4 habe ich tats\u00e4chlich irgendwo etwas in der Art von 1:100 gefunden.<\/p>\n<p>Also: Filme einlegen, Wasser auf 20\u00b0C bringen, in 1,3 Liter Wasser ca. 13ml Rodinal mischen. Ich bin mir sicher, 12 oder 15ml tun es auch &#8211; in dem Verh\u00e4ltnis ist das eh nicht so kritisch, zumal bei der Standentwicklung die Chemie ja wenig bewegt wird und sich irgendwann im Kontakt zum Film ersch\u00f6pft. Angeblich soll man eine gwisse Mindestverd\u00fcnnung nicht unterschreiten, weil Rodinal angeblich so etwas wie eine kritische Masse ben\u00f6tigt. Verschiedene Quellen schreiben da was von mindestens 10ml &#8211; das kann aber kaum sein, weil 1:200 ja sonst kaum funktionieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Eine Minute Agitation, danach eine Stunde stehen lassen. Entwickler abkippen, Stoppbad, Fixiereren. Und das Ergebnis sieht dann wie folgt aus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-384\" src=\"http:\/\/andibart.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20626229629_07e7938fa8_o-1024x821.jpg\" alt=\"20626229629_07e7938fa8_o\" width=\"640\" height=\"513\" srcset=\"https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20626229629_07e7938fa8_o-1024x821.jpg 1024w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20626229629_07e7938fa8_o-300x240.jpg 300w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20626229629_07e7938fa8_o-680x545.jpg 680w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20626229629_07e7938fa8_o-920x737.jpg 920w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/20626229629_07e7938fa8_o.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich finde die Kontraste und Details sind der Knaller. \u00dcberall durchgezeichnet und einfach &#8220;Wow&#8221;! Das probiere ich demn\u00e4chst auch mal mit Mittelformat-Filmen aus. Billiger ist es eh \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Ich vermute mal, dass man mit zwischenzeitlicher Agitation (alle 15 Minuten oder so), die Gesamtzeit minimal verk\u00fcrzen k\u00f6nnte, weil frische Chemie an den Film kommt &#8211; andererseits konterkariert das vielleicht genau den Effekt den die Standentwicklung haben soll, n\u00e4mlich dass sich der Entwickler ersch\u00f6pfen soll, um so eine gleichm\u00e4\u00dfige Zeichnung zu erzielen. An den hellen Stellen (da wo viel Entwicklungsarbeit zu leisten ist) schneller als an den dunklen, aber insgesamt eben recht gleichm\u00e4\u00dfig. Wer da genauer einsteigen will, kann das z.B. <a href=\"http:\/\/www.spuer-sinn.net\/\/ungekippt-besonderheiten-der-standentwicklung-teil-1\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kumpel Oli nutzt sie ja regelm\u00e4\u00dfig, ich war immer skeptisch: Die Standentwicklung. 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