{"id":1740,"date":"2021-03-12T01:24:10","date_gmt":"2021-03-11T23:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/andibart.de\/?p=1740"},"modified":"2023-01-03T19:08:18","modified_gmt":"2023-01-03T17:08:18","slug":"gear-talk-fjaellraeven-abisko-friluft-45","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/waldstattwlan.de\/?p=1740","title":{"rendered":"Gear-Talk: Fj\u00e4llr\u00e4ven Abisko Friluft 45"},"content":{"rendered":"\n<p>Ja, ich gebe es zu: ich mag die Klamotten und das Ausr\u00fcstungsged\u00f6ns von Fj\u00e4llr\u00e4ven. Ich mag den Look, die Haptik, die Wertigkeit, die Durchdachtheit und die Robustheit. Ok, ich mag nicht den Preis, den die Schweden f\u00fcr ihr Zeugs aufrufen. Aber selten nur habe ich jemals die UVP bezahlt. Meistens findet man die Sachen dann doch off- oder online irgendwo g\u00fcnstiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich sieht man Fj\u00e4llr\u00e4ven mittlerweile auch in den Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen, aber trotzdem funktionieren die Sachen von denen einfach auch da, wo es darauf ankommt. Eine bessere Wanderhose als die Keb habe ich noch nie gesehen oder angehabt (wie insgesamt die ganze Keb-Serie f\u00fcr mich mit das beste ist, was es f\u00fcr anspruchsvolle Wandertouren gibt), aber was man echt so gut wie nie in freier Wildbahn sieht, sind die Rucks\u00e4cke aus der Friluft-Reihe. Fj\u00e4llr\u00e4ven-Rucks\u00e4cke habe ich einige, aber der meistgenutzte d\u00fcrfte wohl der Abisko Friluft 45 sein.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/andibart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/andibart.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1744\" width=\"563\" srcset=\"https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1.jpg 1733w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1-1024x1022.jpg 1024w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1-768x767.jpg 768w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1-1536x1533.jpg 1536w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1-680x679.jpg 680w, https:\/\/waldstattwlan.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_20200726_102016-edited-1-920x918.jpg 920w\" sizes=\"(max-width: 1733px) 100vw, 1733px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Nachdem man die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fjallraven.com\/de\/de-de\/taschen-ausrustung\/rucksacke-taschen\/wanderrucksacke\/abisko-friluft-45\" target=\"_blank\">Produktbeschreibung<\/a> ja auch einfach bei Fj\u00e4llr\u00e4ven selbst nachlesen kann hier mal ein paar Eindr\u00fccke von mir. Zun\u00e4chst aber die Antwort auf die ungestellte Frage, wie bzw. ich wo ich den Rucksack genutzt habe&#8230; Zum einen als eigentlich viel zu gro\u00dfen und deswegen nur halbvollen Rucksack auf Tagestouren in der s\u00e4chsischen Schweiz, der Eifel, dem Siebengerbirge und aber auch auf wirklich anspruchsvollen Touren in den Alpen, sei es Tages- oder Mehrtagestouren, so u.a. auch letztes Jahr auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/aktiv-am-berg.com\/tour\/wanderwoche-im-verwall\/\" target=\"_blank\">H\u00fcttentour durchs Verwall<\/a>. Egal, ob viertel-, halbvoll oder ganz voll, insgesamt habe ich den sicher einige hundert km und tausend HM durch die Gegend bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der fj\u00e4llr\u00e4ventypischen Robustheit (verbunden mit einem eher nicht als ultraleicht zu bezeichnendem Gewicht) und seinem wirklich super Tragekomfort ist er mal wieder durchdacht wie die meisten Produkte aus dem dem selben Haus. Sei es die kleine Pfeife am Burstgurt (warum haben die eigentlich nicht alle Wanderrucks\u00e4cke?), die beiden Taschen am Bauchgurt, die M\u00f6glichkeit, den Rucksack von vorne und nicht nur von oben zu beladen aber in diesem Fall auch die gebogene Form auf der R\u00fcckseite in Kombination mit dem Meshgewebe am R\u00fccken, die f\u00fcr mich der gr\u00f6\u00dfte Vor- und gleichzeitg auch Nachteil ist: Fj\u00e4llr\u00e4ven schreibt, das sei ideal f\u00fcr feucht-hei\u00dfe Klimata und das ist sicher auch richtig, weil man am R\u00fccken weniger schwitzt bzw. die Feuchtigkeit besser entweichen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich ist das aber fast sogar noch wichtiger, wenn es kalt und nass ist. Schon mal bei Temperaturen um den Gefrierpunkt so richtig ins Schwitzen gekommen und nass geworden, weil die Feuchtigkeit, so lange man in Bewegung war und den R\u00fccken mit einem Rucksack &#8220;versiegelt&#8221; hat, nicht entweichen konnte? Das ist mal richtig \u00e4tzend. Im Sommer ist es nur unangenehm, aber im Winter kann das auch wirklich zum Problem werden, wenn man dann keine ausreichenden Wechselklamotten dabei hat und sich nicht aufw\u00e4rmen kann. Tunlichst sollte man im Winter vermeiden, ins Schwitzen zu geraten, aber immer geht das halt nicht. Und da ist es also doppelt wertvoll, wenn sich die Feuchtigkeit nicht am R\u00fccken staut und man es erst merkt, wenn man den Rucksack mal bei einer Pause eine zeitlang absetzt und dann entsprechend ausk\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem: Bei Rucks\u00e4cken, die direkt R\u00fccken anliegen, kommt es gerne mal vor, dass bei einem ausgiebigen Regen, das Wasser nicht vorne in den Rucksack eindringt, sondern am R\u00fccken, wo es oben an den Schultern zwischen Jacke und Rucksack sch\u00f6n langsam runterl\u00e4uft und sonst nirgendwo hinkann au\u00dfer eben in den Rucksack selbst und sich dann nach einiger Zeit auch den Weg hinein sucht (und findet!). Auch hier zahlt sich die Form aus: das Wasser l\u00e4uft ab und der Inhalt des Rucksacks bleibt trocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber kein Vorteil ohne Nachteil und den will ich nicht verschweigen &#8211; wobei du selber entscheiden musst, wie wichtig dir das ist: durch die gebogene R\u00fcckenform taugt er weniger f\u00fcr den Weg zur Uni oder so, weil man Laptop, Ordner o.\u00e4. nicht gut reinbekommt und man den Platz, den der Rucksack bietet, nicht gut ausnutzen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Zudem, und das ist das eigentlich gr\u00f6\u00dfere &#8220;Problem&#8221;, wenn es denn eines ist, f\u00fchrt die Form dazu, dass der Schwerpunkt weiter vom K\u00f6rper entfernt ist. Meistens wird man das kaum merken, aber die bei Touren, wie wir sie in den Alpen machen, ist auch schonmal Kletterei dabei. Nichts ganz wildes, aber wenn es senkrecht den Berg hochgeht, man auch beide H\u00e4nde braucht, sich mal wo hoch ziehen oder dr\u00fccken muss und dabei beweglich bleiben will, kann sich das durchaus st\u00f6rend bemerkbar machen, wenn das Gewicht am R\u00fccken nicht so k\u00f6rpernah wie m\u00f6glich anliegt. Zudem ist der Rucksack schmal und daf\u00fcr recht lang, da kann es auch mal passieren, dass man mit dem Kopf oder der Kopfbedeckung (mein Wanderhut hat eine Krempe) anst\u00f6\u00dft. Kann nerven, kann doof sein &#8211; muss aber jeder selber wissen. Ich denke auch, dass er mit 12kg (oder nicht zu viel mehr) gut ausgelastet ist. Je schwerer, dessto mehr f\u00e4llt der o.g. Punkt halt &#8220;ins Gewicht&#8221; \ud83d\ude09 Davon, dass er dann aber am R\u00fccken beim Gehen von links nach rechts schwingt, wie mal jemand einem Youtube-Video meinte, kann ich nichts berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine klassische H\u00fcttentour ist der 45er eigentlich zu gro\u00df, aber in Corona-Zeiten war im Sommer 2020 das Gebot, u.a. einen eigenen Schlafsack mit auf die H\u00fctten zu nehmen. Daf\u00fcr war das zus\u00e4tzliche Volumen dann wieder ganz ok. Es gibt ihn auch in 35 Liter (bzw. auch in 55, 65 und 75 Liter, die fallen aber einfach in eine ganz andere Rubrik als ihre zwei kleinen Geschwister, weil sie f\u00fcr mich eher Trecking-Rucks\u00e4cke sind), ich habe aber auch einen 30er von Deuter und da war mir ein 5 Liter Abstand zu gering. Ich wollte einen Rucksack, der deutlich gr\u00f6\u00dfer ist als der 30er, aber Luft zu meinem 75er Kajka l\u00e4sst. Und die L\u00fccke f\u00fcllt er so gut und mit so viel Komfort, dass ich ihn wie schon geschrieben, oft nur halbvoll auf Tagestouren mitnehme, einfach weil er sich so gut tr\u00e4gt. Daf\u00fcr bleibt der kleinere und leichte Daypack dann zuhause.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaufempfehlung? Jepp. Guckt halt, dass ihr ihn irgendwo unter UVP findet, aber das sollte eigentlich kein gro\u00dfes Thema sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, ich gebe es zu: ich mag die Klamotten und das Ausr\u00fcstungsged\u00f6ns von Fj\u00e4llr\u00e4ven. Ich mag den Look, die Haptik, die Wertigkeit, die Durchdachtheit und die Robustheit. Ok, ich mag nicht den Preis, den die Schweden f\u00fcr ihr Zeugs aufrufen. Aber selten nur habe ich jemals die UVP bezahlt. 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